Verortungen in gegenwärtigen Erfahrungswelten

7. September | 18-23 Uhr | Filmscreening 21 Uhr
Sur la Montagne, Torstraße 170, Berlin-Mitte

Hörbuch . “Mensch im Raum. Nicht-Orte und ihre Geschichten”
Sara Köhler & Inger Neick

Film . “Pronóstico: inestable. Ein filmisches Mosaik zu den aktuellen Lebensumständen junger Argentinier”
Marielle Pohlmann

Fotografie . “In Vagueness”
Kristin Hoell

Orte sind nicht nur Wirkungsstätte einer physischen Präsenz, sondern zugleich Feld persönlicher Bezüge und Verbindungen: Mensch und Raum gehen eine Beziehung ein, die sowohl durch funktionelle wie emotionale Aspekte geprägt ist. Das Gefühl des “Verankertseins” resultiert aus der Kombination von lokaler Präsenz und emotionaler Aufladung eines Ortes und verweist somit darauf, welch wichtige Rolle der Ortsbezug für Identität und Selbstdefinition spielt. In der gegenwärtigen Erfahrungswelt vieler Menschen stellt sich jedoch die Frage, inwiefern eine “Verortung” tatsächlich noch stattfindet. Infolge gelebter Mobilität und wechselnder Lebensumstände werden Orte zu Nicht-Orten, die Suche nach Zugehörigkeit endet in Zwischenräumen und selbst bislang als fest empfundene Verankerungen werden plötzlich instabil.
In drei verschiedenen Ansätzen beschäftigt sich die Ausstellung visuell und auditiv mit dieser Thematik und versucht, durch eine Verbindung unterschiedlicher Perspektiven der aktuellen Verortungs-Problematik nachzuspüren.

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Meine fotografische Reihe “In Vagueness” beschäftigt sich mit dem Leben von Asylsuchenden in Deutschland. Die Fotografien sind im Sommer 2011 in Asylbewerberheimen in Hennigsdorf und Potsdam entstanden.

Die Aufnahmen zeigen sowohl konzeptuelle Porträts als auch künstlerisch-dokumentarische Bilder, die sich mit dem Leben in der Zwischenstation Asylbewerberheim auseinandersetzen. Im Zentrum der Porträtreihe steht das Lachen als Möglichkeit der Maskierung, hinter der die Asylsuchenden versuchen, ihre Schicksale und Unsicherheiten zu verbergen.

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www.surlamontagne.de
www.emw.eu